| Ausbildung Nr. | 704 - G12, 705 - G12, 706 - G13 |
| Dauer | 2 Wochen Intensivausbildung |
| Termine | Nr. 704 - G12: 12. - 23. März 2012 Nr. 705 - G12: 08. - 19. Oktober 2012 Nr. 706 - G13: 07. - 18. Oktober 2013 Montag - Freitag jeweils 8 - 18 Uhr (ab ca. 17 Uhr Einzelcoaching bei Bedarf) |
| Gebühr | Euro 1.600,- / ermäßigt* Euro 1.280,- (incl. USt.; als Kosten für die berufl. Weiterbildung steuerlich absetzbar) |
| Voraussetzungen | Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen, Fähigkeit zur Selbstreflexion. |
| Zertifikat | Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des IEK bescheinigt. Die erworbene Qualifikation kann grundsätzlich bundesweit namentlich geführt und z. B. in selbstständiger
Arbeit, eigener Praxis oder im Angestelltenverhältnis beruflich ausgeübt werden. Die in dieser Ausbildung enthaltene Zusatzqualifikation “Autogenes Training” entspricht inhaltlich den qualitativen Anforderungen der Krankenkassen bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung. Somit werden die absolvierten Unterichtseinheiten unter der Maßgabe einer Einzelprüfung bei bestehender Grundqualifikation von den Krankenkassen hinsichtlich des § 20 SGB V (Primärprävention) bzw. von der Kassenärztlichen Vereinigung hinsichtlich des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes im Bereich übender und suggestiver Techniken als spezifische Qualifikation grundsätzlich anerkannt. |
| Sonstiges | Alle Buchungen sind unserer Erfahrung nach auch kurzfristig möglich bzw. auch vor Ort leicht realisierbar. |
| Veranstaltungsort | IEK im Ausbildungszentrum in La Calera, in malerischer Umgebung, ruhiger Lage und an den Stränden und Kraftplätzen des Valle Gran Rey. |
| Ausbildungsbeschreibung als pdf-Datei | |
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Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht
erreicht, kann die Ausbildung vom Institut abgesagt werden. Anmeldungen werden nur
bis zum Erreichen der max. Teilnehmerzahl berücksichtigt. * Bitte entsprechenden Nachweis der Anmeldung beilegen. |
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Hintergrund
Unmittelbare Naturerfahrung ist ein menschliches Grundbedürfnis, das immer mehr aus unserem Alltag verdrängt wird. Die Naturtherapie und -pädagogik stellt die Harmonie zwischen Mensch und Natur wieder her und kann heilsame therapeutische Prozesse in Bewegung bringen.
Gerade Stadtmenschen haben das Verständnis für das Zusammenspiel der Naturelemente verloren und leiden durch diesen Verlust unter anderem an Überreizung, Migräne, Erschöpfung oder muskuläre Schmerzen. Dabei gibt es von und in der Natur Ruhe, Entspannung, Veränderung und viel zu lernen. Viele Naturvölker wissen, dass man auf seine Umwelt angewiesen ist, oder dass wir alle Teil eines großen Kreislaufs sind. Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, sondern gleichwertiger Teil eines komplexen Systems. Wenn das Große in Ungleichgewicht gerät, dann ist auch das eigene Dasein im Ungleichgewicht. Die Ausbildung vermittelt ein Gefühl für den bewussten, nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und unseren natürlichen Lebensgrundlagen, und dadurch mit uns Selbst und unseren Mitmenschen. Durch das Entdecken der Kräfte der Elemente, der Jahreszeiten, durch das Erfahren der Essenz der Topografie die uns in der Natur umbgibt, können oberflächliche zivilisatorische Leiden, aber auch tiefe Schmerzen der Seele durch einen naturtherapeutischen Heilraum transformiert werden.
Ziel
Die Ausbildung befähigt die Teilnehmer zur naturtherapeutisch -pädagogischen Arbeit mit Gruppen und Einzelpersonen. Neue oder vergessene Facetten unserer Beziehung zur Natur werden wieder erlebbar. Es wird ein Verhältnis zur Natur geschaffen, das auf Achtung, Respekt und gleichseitigem Austausch beruht und somit in den pädagogischen und therapeutischen Prozess mit einfließen.
Aus dem Inhalt
- Philosophische Grundlagen der Naturtherapie und -pädagogik
- Ansätze und Methoden der "Erfahrung in der Natur" und ihre psychologischen, physiologischen und pädagogischen Wirkungen
- Grundlagen der Psychologie und therapeutische Interventionstechniken (Übertragung, Gegenübertragung, Widerstände, Überzeugungen, Unterdrückung, integrative Verarbeitung durch die Naturtherapie)
- Anamneseverfahren / differentielle Behandlungsverfahren
- Grundprinzipien der Naturtherapie (Beziehung entdecken, erforschen, formen und verändern, vollständige Annahme, Gewährenlassen, Freiheit, Freiwilligkeit, Achtung, Grenzen)
- Der Natur-Raum als schützender therapeutischer Rahmen und Ort für den Wandlungsprozess (Erfahrungen des Vertrauensraums / Raum der Bewegung und Unterwegseins/Grenzraum / Geduldsraum / Raum des Augenblicks / Entdeckungsraums)
- Bedürfnisse in unserer Zeit durch die Natur erforschen und entdecken (Liebe, Vertrauen, Geborgenheit, Freiheit, Selbstständigkeit, Verantwortung und ihr Erleben durch und in der Natur)
- Beobachtung, Wahrnehmung, Kommunikation, Körpererfahrung
- Die Formen in der Natur - naturspieltherapeutische Prozesse
- Naturerfahrungen und Wahrnehmungsmöglichkeiten (z.B. Bau- und Seiltechniken, Feuer- und Kochtechniken, Tierspuren und Tierbeobachtung)
- Grundlagen der Pädagogik und naturdidaktische Interventionstechniken
- Ökologie – Naturbewusstsein
- Leben in der Natur früher, heute und in der Zukunft (Leben im Augenblick - das Anhalten der zeit durch die Konzentration der Wahrnehmung im Hier und Jetzt)
- Meditative Momente in der Natur erkennen und bewußt evozieren
- Κraft aus und in der Natur tanken - Grundlage der Gesundheit und Wohlbefindens
- Lernmodelle in der Natur
- Kraftorte - Kraftplätze und ihre Bedeutung für die Therapie und Pädagogik
- Die 5 Elemente und ihre Emotionszuordnung (das Element Holz, Feuer, Erde, Wasser, Luft) -Wandlungsphasen in der Natur
- Arbeiten mit der Energie der 4 Jahreszeiten
- Der Wald als naturtherapeutisch -pädagogischer Ort
- Wechselwirkung zwischen dem Menschen und der Außenwelt im naturthera- peutischen Prozess (Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung)
- Improvisation und Gestaltung in der Natur – das Erleben im Wald – erspüren der einfachen Materialien – natürliche Materialien suchen und kreativ werden
- Naturplätze gestalten
- Morgens und nachts im Wald
- Angst- und Grenzerfahrungen in der Natur
- “Wahrnemungsebenen” im Wald - am Fluss - in den Bergen- am Meer
- Potentialerforschung mittels naturpädagogischen Methoden
- Kombination von Bewegungsritualen im Freien - Körpersignale- Körpersprache
- Erweiterung des Bewegungssprektrums und des Ausdrucks
- Mut zum Wandel in der Natur
- Interdisziplinär relevante Methoden und Ansätze aus anderen therapeutischen Richtungen z.B. Entspannungstherapie
- Physiologische und psychologische Aspekte der Entspannung zur Steigerung der Kreativität
- Autogenes Training (Seminarleiterschein)
- Einbettung und Entwicklung von Phantasiereisen und Ruhebildern in und aus dem Naturraum
- Natur und Kreativität (Malerei, Farberfahrung, Naturcollage, Gestaltungsarbeit mit einfachen Materialien im Freien)
- Die Bedeutung von Naturgeschichten für die Seele und die therapeutische Wirksamkeit von Archetypen
- Gestaltung und Durchführung von Abenteuerrreisen
- Die Erfahrung und das Offenbarwerden von Erkenntnissen und Zusammenhängen durch intuitiv-unmittelbares Erfassen
- Die Arbeit mit Märchen im naturtherapeutischen Prozess
- Zur Bedeutung und Kraft von Symbolen in der Natur
- Die Sprache der Formen in Zeichnung und Bewegung
- Die Formen im dreidimensionalen Gestalten im Relief und Modell (Gips, Ton, Sand, Stein usw.)
- Ich - Selbst und Umwelt im dialektischen Prozess
- Verbindung von Tanz, Musik und Gestaltung – Orte beseelen – die Seele des Ortes spüren – verbunden sein
- Die Wirkung des Elements Wasser auf die Psyche
- Erleben des Meeresklangs
- Delfin- und Walewatching
- Finden des Eigengefühls und seine Verknüpfung mit dem Delfinklang
- Naturtherapeutisch - pädagogische Verknüpfungen
- Eigenständige Entwicklung von kreativen Gruppeninhalte
- Leitung naturpädagogischer Gruppen
- Gruppenprozesse wahrnehmen und steuern
- Gesprächsleitung
- Anwendung von Equipment, Spielmaterial und Medieneinsatz
- Selbsterfahrung und einzeltherapeutische Gestaltung
- Rechtliches zum Therapeutenberuf
- Erstellung eines Therapie- und Seminarplans
- Entwicklung naturtherapeutisch -pädagogischer Konzepte
- Projektplanung
- Abschlusspräsentation einer Gruppenanleitung
- Erste Hilfe in der Natur
- Anwendungsmöglichkeiten und Erfahrungen aus der Praxis
- Selbsterfahrung
- Supervision
- Individuelles Einzelcoaching
Aus dem Methodenteil
Natur erleben – Natur verstehen – Natur vermitteln: Naturtherapie und -pädagogik ist gelebte Therapie und Pädagogik, sie braucht die Erfahrung aus erster Hand. Im Vordergrund stehen Praxisnähe, Erfahrungs- und Handlungsorientierung. Die Ausbildung erfolgt daher fast ausschließlich in der freien Natur, denn nur hier kann man Wetter, Pflanzen und Tiere authentisch und direkt erleben. Besonders wichtig ist der gegenseitige Austausch: Die Teilnehmer lernen von- und miteinander und erhalten einen umfassenden Einblick in die Arbeit Menschen im naturtherapeutischen Raum.
Abgestimmt auf das Aufgabenfeld wird in dieser Ausbildung anhand von Vortrag, Gruppenarbeit und Selbsterfahrung die Theorie und Praxis der therapeutisch-pädagogischen Vorgehensweise vermittelt. Die Teilnehmer(innen) üben Elemente aus den unterschiedlichen Verfahren. Die Erfahrungen werden reflektiert, analysiert und auf ihre Übertragbarkeit in die Praxis bzw. in den therapeutisch, pädagogischen Alltag hin überprüft. Die Ausbildung endet mit der Durchführung einer von den Teilnehmenden selbst entwickelten Seminareinheit unter Anleitung von erfahrenen Therapeuten(innen) und Pädagogen(innen).
